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Kloster Wulfshagen

Nicht weit von dem Straßendreieck Ribnitz-Damgarten, Marlow und Sanitz entfernt liegt das Dorf Kloster Wulfshagen. Dabei bitte nicht verwechseln mit Rostocker Wulfshagen, das nur sechs Kilometer weiter westlich liegt.

Seinen Namen verdankt der Ort übrigens der Tatsache, dass das Dorf einstmals zum St. Clarissen Kloster Ribnitz gehörte. Kloster Wulfshagen bietet – eingebettet zwischen Pferdeweiden samt Pferden und Ackerflächen mit gelb blühendem Raps oder goldenen Weizenähren, umgeben von Mischwäldern, mit Teich und Park – ein malerisches Bild. Etwas abseits des Wegrands lässt sich der Storch, vollkommen unbeeindruckt, beobachten. Seit Jahrhundert kommt er jedes Jahr wieder nach Kloster Wulfshagen zurück.

Auf der höchsten Erhebung im Ort thront eine Fachwerkkirche. Erbaut Mitte des 18. Jahrhunderts. Dir Kirche ist von einem Friedhof umgeben, der wunderbar gepflegt von einer Natursteinmauer begrenzt wird. Bänke rund um das Kirchlein laden zum Verweilen und zum Verschnaufen bei einer Fahrradtour durch das idyllische Recknitztal ein. In den vergangenen zehn Jahren ist die Dorfkirche von Kloster Wulfshagen komplett renoviert und saniert worden. Erst seit wenigen Wochen erstrahlt sie im neuen Glanz. Mitte Juni 2011 wurden die letzten Restaurierungsarbeiten abgeschlossen.

Wobei die Kirche seinerzeit aufgrund ihres damaligen schlechten baulichen Zustandes schon aufgegeben worden war. Zurück ins Leben erweckte dabei die Kirche ein Ehepaar aus Barth, das sich auf einer Radtour durch das Recknitz-Trebeltal befand. Auf ihrem Weg kamen sie auch durch Kloster Wulfshagen. Auf den ersten Blick verliebten sie sich in das halb verfallene Kirchlein und, wieder zurück zu Hause, gaben sie eine große Geldspende für den Erhalt der Kirche. Es war der Beginn und der erste Schritt auf einem langen Sanierungsweg der kleinen Dorfkirche. Weitere Mittel wurden durch das große Engagement von Einwohnern des Ortes und der Kirchgemeinde in den folgenden Jahren, unter anderem auch mit dem sprichwörtlichen Quäntchen Glück, immer wieder neu akquiriert. So konnten mit der Dacherneuerung, der Freilegung der Friedhofsmauer und der Ausbesserung der Rautenverglasung der Bleifenster der Kirche begonnen werden. Es folgten die Erneuerung des Altartisches und des Glockenturms, die Sanierung des alten Harmoniums, eines der ältesten seiner Art, die Restaurierung der Längsseiten und des Tonnengewölbes, ein Austausch der Ständer und Schwellenbalken, die Erneuerung der Gefache und des Ostgiebels, ein Neuverputz der Innenwände, die Stabilisierung der Kirchenbänke, die Trockenlegung der gesamten Kirche, eine Neuverlegung des Kirchenfußbodens, die Herstellung einer neuen Kirchentür und die Aufstellung einer neuen Friedhofsmauer aus Feldsteinen sowie die Überarbeitung der Fenster. Die Glocke bekam eine neue Aufhängung und die Innenwände der Kirche den ursprünglichen Anstrich in Blau- und Grünfarben. 2011 wurden der Altar, die Kanzel, Empore, das Patronatsgestühl und das alte Sakristeischränkchen als Letztes restauriert.

Eine Einkehr in der neu erstandenen Dorfkirche von Kloster Wulfshagen und ein Gang über den Friedhof sollten bei einem Besuch im Ort nicht fehlen.

Übrigens Kloster Wulfshagen wurde erstmals im Jahr 1233 urkundlich erwähnt und gehört heute zur „Grünen Stadt Marlow“. Bezogen auf die Fläche eine der größten Städte Mecklenburg-Vorpommerns. HAI

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