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Darßer Schmuggler

Darßer Schmuggler

Zum 5. Jahrestag der Eröffnung der Darß-Festspiele, am 11. Juli 2008, wird eine Aufführung ihre Premiere feiern, die das Beste aus fünf Jahren "Schmuggler" beinhaltet. Gezeigt werden die witzigsten und dramatischsten Szenen der letzten fünf Jahre.

Die Zuschauer begegnen noch einmal den beliebten Figuren der Segebarthschen Erzählung. Hindrich Stotter wird ebenso wenig fehlen wie der Jäger Oehring, Lene Klatsch oder Eiken Hans. Kein anderer als Johann Segebarth persönlich erzählt die Geschichte der bekanntesten Schmugglerbande auf dem Darß. Das tut er auf äußerst vergnügliche Weise, sodass die Lachmuskeln der Zuschauer ordentlich strapaziert werden. Das Treiben der Schmuggler ist untrennbar mit der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst verbunden. So wird mit dieser Aufführung ein Stück Zeitgeschichte von der Pommerschen Küste des 19. Jh. widergespiegelt, wie sie amüsanter kaum sein kann.

Erstmals wird es bei den Festspielen 2008 eine zweite Inszenierung geben, die ebenfalls in platt-deutsch angeboten wird. Auch die "Bernsteinhexe" erzählt eine Geschichte aus Pommern und gilt als eines der interessantesten Schauspiele über die letzten Hexenprozesse in unserer Region. Besonders freuen wir uns, dass wir viele prominente Schauspieler für die Festspiele gewinnen konnten. Darunter den bekannten Darsteller Volkmar Kleinert.

Die Bernstein-Hexe
Maria Schweidler, die Bernsteinhexe gilt als der wichtigste Roman des deutschen Schriftstellers Wilhelm Meinhold aus dem Jahr 1843. Zunächst anonym veröffentlicht, stellt die Erzählung eine Verarbeitung von Meinholds Pfarrerstochter zu Coserow (1826) dar und versteht sich als zeithistorisch getreue Widerspiegelung der Verhältnisse im Dreißigjährigen Krieg.

Der 30-Jährige Krieg bringt Leid und Elend über die Menschen. Der Koserower Pfarrer Schweidler und seine Tochter Maria versuchen die Not zu lindern, indem sie den von Maria im Streckelsberg gefundenen Bernstein verkaufen und von dem Geld Brot für die hungernden Koserower kaufen. Derweil wird Maria vom Amtshauptmann Appelsmann begehrt, jedoch schenkt sie ihm keine Aufmerksamkeit. Dieser nimmt daraufhin den für ihn unerklärlichen Geldbesitz Marias hinzu und lässt sie unter dem Banner der Hexenverfolgung Folter und Qualen erleiden. Am 30. August 1630 soll sie schließlich dem Scheiterhaufen zum Opfer fallen, doch Graf Rüdiger von Nienkerken befreit sie aus ihrer Not und nimmt sie zur Frau.

Das Buch hatte zunächst den Untertitel Der interessanteste aller bisher bekannten Hexenprozesse, nach einer defekten Handschrift ihres Vaters, des Pfarrers Abraham Schweidler und wurde lange Zeit als ein historisch korrekter Bericht aufgefasst. Nur einige wenige, darunter Friedrich Hebbel, erkannten, dass die altertümliche Sprache einen modernen Charakter zeigt. Und sogar als Meinhold den Roman als sein Werk preisgab, wurde die Schrift noch von vielen Menschen als authentische Chronik wahrgenommen.

Seit seinem Erscheinen begleiteten den Roman viele verschiedene Fassungen einer Dramatisierung des Stoffes. Wir entschieden uns für das Schauspiel von Max Geisler von 1910.

Das Rahmenprogramm der Festspiele

Auch hier zeigen wir Unterhaltung auf hohem Niveau. Genannt seien nur die Liedermacher Hannes Wader und Gehard Schöne und das Kabarett Pfeffermühle aus Leipzig.

Informationen und Kontakt:

Darß-Festspiele Wieck e. V.
Bliesenrader Weg 2, 18375 Wieck a. Darß

Telefon: 038233-71995
Fax: 038233-71997

E-Mail: darss-festspiele@freenet.de
Internet: www.darss-festspiele.de